Der Frauenhof im Allgäu

Ein gelebter Traum

Ein wunderschön alleingelegener Hof im zauberhaften Allgäu – der Traum vieler Menschen. Nach fast zwanzigjährigem sehnen und visionieren hatte ich im Jahr 2005 die Möglichkeit, diesen Traum zu realisieren und zehn Jahre lang zu leben.
Sechstausend Quadratmeter Grundstück, gelegen in einer Mulde an einem sanften Allgäuer Hang. Ein kleiner Bachlauf in einem zerklüfteten Tobel, zwei Teichlein, ein Wäldchen und Drumherum nur Wiesen und keine Zäune.

Milane, Dachse, Füchse, Rehe...

Stille.

Eine eigene Quelle, ein Brunnen, zwei Teichlein, ein Hügel, eine Senke. Wir hatten weite Flächen und kuschelige Nischen, wildes Gelände, parkähnliche Anlagen, Beeren und Obstbäume.

Das grosse, alte Bauernhaus war von Grund auf baubiologisch saniert und modernisiert. Über dreissig Jahre wurde es bereits von achtsamen Menschen liebevoll gestaltet und gepflegt. Altes und Neues und die verschiedenen Baumaterialien griffen in einer harmonischen Kombination ineinander. Klare und sachliche Formen verbanden sich wie selbstverständlich mit dem Fluss von natürlich gewachsenem Holz. Wir hatten grosse helle Räume ebenso wie kleine kuschelige Höhlen.

Die Innen- und Aussenräume boten gleichermassen Möglichkeiten für Rückzug und Alleinsein als auch für Begegnung und Gemeinschaft. Die grosse Scheune ermöglichte Kultur, Musik, Kunst, Kreativität und Handwerk. Ein fünfeckiger Glaskuppelpavillion im Garten liess Pflanzen spriessen und öffnete Geist, Sinne und Herzen.

Jeden Morgen hatten wir die Möglichkeit, die Sonne auf- und jeden Abend untergehen zu sehen. Der Tagesablauf wurde vom Wetter bestimmt. So verbunden mit allen Himmelsrichtungen und ihren Qualitäten, so eingebunden in das Rad des Lebens wurde deutlich, wie sich Ganzheit und Verbundenheit anfühlen.

Ich habe mit dem Frauenhof im Allgäu einen Erfahrungsraum geschaffen, der einen mühelosen Zugang zu unserem ursprünglichen Zustand von innerer Balance und Heilsein ermöglichte. Sowohl im Alleinsein mit sich, dem Raum, der Natur, den Tieren als auch im Teilen der Frauengemeinschaft konnten wir uns sicher eingebettet in etwas Grösseres erleben.

Der Frauenhof bot die Möglichkeit, sich eine Auszeit zu nehmen, sich in schwierigen Prozessen unterstützen zu lassen, Urlaub zu machen, Kurse zu besuchen oder Feste zu feiern. Auch die Kunst- und Kulturveranstaltungen trugen zum Erleben und Geniessen des Guten Lebens bei.

An diesem paradiesischen Ort waren die Schönheit des Lebens und der Erde sicht- und spürbar. Einzigartig phantastisch und doch unspektakulär konnte ich andere durch ihn an diese Schönheit erinnern. Wir genossen die Hoheit des Alltäglichen und machten alltägliche Erfahrungen von Glück.

Viele tausend Frauen genossen über zehn Jahre einen exklusiven Ort, an dem sie frei von Zwängen einfach Sein konnten. Ohne Maske das Gute Leben erfahren, es geniessen und sich ausdehnen lassen macht Freude daran, so zu sein wie man ist. Einfach Sein und Einfach sein.

Hier ein beschaulicher, fünfzehnminütiger Videoclip aus dem Jahr 2012 über den Frauenhof:

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Balance ist kein statischer Zustand, sondern ein bewegter und bewegender Prozess und Entwicklung. So habe ich den Frauenhof nach zehn erfüllten und erfüllenden Jahren dankbar verlassen, um mit einem neuen Projekt einen neuen Guten Ort zu schaffen und mit anderen zu teilen (siehe Vision).